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Zahnimplantate:Arztsuche

Was kosten Zahnimplantate?

Natürlich fragen Patienten immer, was Zahnimplantate kosten. Die Kosten für Zahnimplantate können pauschal nicht festgelegt werden, da viele verschiedene Faktoren Einfluss auf die Gesamtbehandlungskosten nehmen und deshalb von Patient zu Patient unterschiedlich sind. Grundsätzlich können die Gesamtkosten stark variieren. Deshalb sollte man mehrere Angebote vergleichen und einzelne Kostenpunkte genau betrachten.

Folgende Faktoren spielen bei der Zusammensetzung der Kosten für Zahnimplantate eine maßgebliche Rolle:

  • Aufwand und Schwierigkeit des Eingriffs
  • Verwendete Diagnostik-Verfahren
  • Anzahl der einzusetzenden Implantate
  • Möglicher Knochenaufbau
  • Implantat-Hersteller des Behandlers
  • Materialien der Zahnimplantate (Titan oder Keramik)
  • Honorar des Behandlers selbst
  • Kosten für den implantatgetragenen Zahnersatz
  • Individueller Versicherungsstatus des Patienten

Zahnimplantate: Kosten und Behandlung

Zahnimplantate: Kosten und Behandlung

In der Experten-Sprechstunde "Zahnimplantate - Kosten und Behandlung" beantwortet Dr. Sven Glindemann, Zahnarzt aus Düsseldorf, Fragen von Patienten, die sich damit beschäftigen, was Zahnimplantate kosten und wie der Ablauf einer Zahnimplantat-Behandlung ist. mehr...

Zum Profil von Dr. Sven Glindemann / Patienten-Empfehlungen

 

Kosten für Planung und Diagnostik

Ein Teil der Kosten für Zahnimplantate wird vom Aufwand sowie der Schwierigkeit des Eingriffs bestimmt. Je nach Situation der Mundschleimhaut (insbesondere wichtig für die Ästhetik bei Frontzahnimplantaten), der möglichen Notwendigkeit eines Knochenaufbaus sowie der zu berücksichtigenden Nebenerkrankungen und ästhetischen Ansprüche des Patienten entstehen individuelle Kostensituationen. Alle Faktoren und auch deren Kosten werden im Rahmen der Diagnostik mit dem Behandler abgeklärt.

Jede Implantation bedarf im Vorfeld gewissenhafte Planung und präzise Diagnostik, denn, um einen erfolgreichen Eingriff gewährleisten zu können, muss vorher sichergestellt werden, dass genügend Knochensubstanz für die Implantation vorhanden ist. Die Befundaufnahme erfolgt mittels unterschiedlicher Diagnostikverfahren und kann etwa zwischen 150 € und 350 € je Kiefer betragen. Unabhängig für die Kosten der Diagnostik ist dabei allerdings die Anzahl der Implantate. Die Diagnostik-Kosten werden nur einmalig (pro Kiefer) berechnet.

Eine Vielzahl von Zahnärzten bieten darüber hinaus eine spezielle Voruntersuchung mit einem digitalen Volumentomographen (DVT) an. Dieses moderne Röntgenverfahren fertigt 3D-Bilder an und kann zudem Nervenbahnen sowie die Zahnsituation des Patienten präzise darstellen. Die Kosten für eine DVT-Röntgenaufnahme belaufen sich auf ca. 300 - 400 €.

Anzahl der Zahnimplantate

Selbstverständlich ist auch die Anzahl der einzubringenden Zahnimplantate ausschlaggebend für die gesamten Kosten des Eingriffs. Je mehr Zahnimplantate eingesetzt werden, desto teurer wird die Behandlung. Im Verhältnis sinken aber die Kosten pro Implantat mit steigender Anzahl Implantate, da manche Kosten unabhängig von der Anzahl zu setzender Implantate anfallen. Auch werden die Gesamtkosten von der Art des Implantats bestimmt. Es stehen neben "normalen" Titanimplantaten auch Keramik-Implantate, Mini-Implantate oder Zygoma-Implantate (nur im Oberkiefer) sowie vorübergehend auch provisorische Implantate zur Auswahl. Lesen Sie hierzu mehr in den ausführlichen Kapiteln zu den Kosten für Keramik-Implantate, Kosten für provisorische Implantate und Kosten für Mini-Implantate.

Für Patienten mit zahnlosem Kiefer ist eine Behandlung nach den Konzepten All-on-4™ (von Nobel Biocare), SKY Fast & Fixed (von Bredent Medical) oder 4Comfort® (von Clinical House) interessant. Dabei handelt es sich um die Versorgung zahnloser Kiefer auf Basis von lediglich 4 Zahnimplantaten. Dieses Konzept der Implantation ist im Gegensatz zu den Kosten für ein Einzelzahnimplantat oftmals preiswerter und bietet die Möglichkeit der Sofortbelastung des Kiefers, da in der Regel kein Knochenaufbau nötig ist.

Kostentreiber Knochenaufbau

Ist beispielsweise aufgrund von Zahnbetterkrankungen oder langjährigem Zahnverlust nicht mehr genügend Kieferknochensubstanz vorhanden, so wird ein Knochenaufbau im Vorfeld der Implantation notwendig. Dabei kommen verschiedene Materialien zum Einsatz.

Die Kosten für einen Knochenaufbau hängen immer vom Aufwand des Eingriffs sowie den verwendeten Knochenersatz-Materialien ab. Darüber hinaus empfiehlt es sich, vorab Informationen bei der Krankenversicherung über die eventuelle Kostenübernahme des Eingriffs einzuholen.

Kostenfaktor Material und Zahnersatz

Meistens werden Zahnimplantate aus Titan gefertigt, einem biokompatiblem Metall, das eine feste Verbindung mit dem Kieferknochen eingeht. Da jedoch sowohl die medizinischen als auch ästhetischen Anforderungen an Zahnimplantate steigen, kommen gerade im Frontzahnbereich immer häufiger weiße, metallfreie Materialien, wie z. B. Keramik-Zahnimplantate, zum Einsatz.

Metallfreie Keramikimplantate sind teurer als Titanimplantate. Die Gesamt-Kosten für Implantate variieren somit auch mit dem verwendeten Material. Dies gilt sowohl für Zahnimplantate als auch für den implantatgetragenen Zahnersatz.

Hersteller und Laborkosten

Die Art der prothetischen Versorgung, wie z. B. Prothesen, Brücke oder Zahnkronen, ist für die Kosten für Zahnimplantate ausschlaggebend. Bei den entstehenden Laborkosten für Zahnersatz macht es einen Unterschied, ob der Zahnersatz in einem deutschen oder ausländischen Labor gefertigt wird. Hersteller im Ausland sind in der Regel günstiger, da die Lohnkosten niedriger ausfallen. Mittlerweile gibt es jedoch auch eine Vielzahl von deutschen Laboren, die sich an den Auslandspreisen orientieren.

Da sowohl ausländische wie auch deutsche Hersteller oftmals preiswerte Zahnimplantate mit gleicher Qualität anbieten, sollten Sie unterschiedliche Angebote vergleichen. So können Sie möglicherweise weitere Kosten einsparen.

Tipp: In unserer Spezial-Arztsuche finden Sie Behandler, die günstige Zahnimplantate in Ihrer Nähe anbieten. Schauen Sie gleich nach.

Honorar des Behandlers

Entscheidend für die Kosten von Implantationen ist auch das Honorar des Behandlers. Je nach Aufwand der Behandlung legt der Behandler sein Honorar mit einem Faktor fest. Ein Faktor von 2,3 ist für den Patienten günstiger als der Faktor 3,5. Dabei werden die einzelnen Behandlungsverfahren wie Implantation, Knochenaufbau oder das Eingliedern des Zahnersatzes unterschiedlich bemessen. Lesen Sie hierzu mehr in dem Kapitel Knochenaufbau Kosten.

Wissenswertes: Ab einem Faktor größer als 3,5 muss der Zahnarzt die schriftliche Einwilligung des Patienten einholen.

Wo kosten Zahnimplantate am wenigsten?

Die Fragen "Wo kosten Zahnimplantate am wenigsten?" oder "Was dürfen Zahnimplantate kosten?" sind nicht pauschal zu beantworten, doch gibt es auch geographisch natürlich Unterschiede. Eine Großstadt-Praxis auf der Düsseldorfer Königsallee, dem Berliner Kurfürstendamm oder der Münchner Maximilianstraße wird aufgrund der Mietpreise bereits höhere Kosten für Zahnimplantate verlangen als eine Praxis auf dem Land.

Besonders niedrige Kosten für Implantate im Ausland sollten allerdings kritisch hinterfragt werden.

Kosten für Zahnimplantate je nach Versicherungsstatus

Die Festzuschüsse und Erstattungen sowie die individuellen Eigenanteilkosten sind von der jeweiligen Kasse und dem Versichertenstatus abhängig. Bei Kassenpatienten werden Zahnimplantate verständlicherweise anders bezuschusst als bei Privatpatienten.

Weitere Personenkreise, wie Beihilfepatienten sowie Patienten, die Sozialleistungen (Hartz IV) beziehen, haben die Möglichkeit, eine Bezuschussung (Härtefall) zu beantragen. Auch eine bestehende Zahnzusatzversicherung für Implantate kann hilfreich sein.

Tipp: Aber auch hier ist genaues Hinschauen gefragt: Zahnzusatzversicherung ist nicht gleich Zahnzusatzversicherung. Die Leistungen können bei den Versicherern stark variieren und werden teils pauschal, teils prozentual erstattet und je nach Police ist ein Knochenaufbau enthalten, oder eben nicht.

Preisbeispiele für Zahnimplantate

Um Ihnen einen besseren Überblick über die Kosten für Zahnimplantate bieten zu können, haben wir einige Preisbeispiele für Sie zusammengestellt:

Einzelzahnimplantat Frontzahnbereich ca. 1.400 – 3.000 €

Einzelzahnimplantat Seitenzahnbereich ca. 1.000 – 2.500 €

Implantatgetragene Brücke auf 2 Zahnimplantaten ca. 2.500 – 4.300 €

Herausnehmbare Prothese auf 2 Zahnimplantaten ca. 3.500 – 5.000 €

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