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Titanimplantate

Inhaltsverzeichnis

» Positive Erfahrungen mit Titanimplantaten
» Zahnimplantate aus Titan
» Unverträglichkeiten gegen Titan
» Wie wird ein Titanimplantat eingesetzt?
» Wie hoch sind die Kosten für Titanimplantate?

 

Titan hat sich als Implantat-Material erfolgreich in der Implantologie durchgesetzt, da es korrosionsbeständig und besonders gewebefreundlich ist. Titanimplantate kommen bereits seit Jahrzehnten in der Zahnmedizin zum Einsatz, um fehlende Zähne dauerhaft zu ersetzen und dem Zahnersatz (Krone, Brücke oder Prothese) stabilen Halt zu bieten. Sie bilden einen sicheren Verbund mit dem Knochen und stellen damit das ideale Material dar, um die Haltbarkeit von Implantaten zu gewährleisten.

Positive Erfahrungen mit Titanimplantaten

Bereits in den 50er-Jahren wurde festgestellt, dass Titan sich biologisch neutral verhält und keine allergischen Reaktionen auslöst. Auch Abstoß- oder Fremdkörperreaktionen wurden bei diesen Erkenntnissen ausgeschlossen. Dies ist mitunter ein Grund, warum Titan bereits vor seinem Einsatz in der Zahnmedizin als Werkstoff in der Orthopädie genutzt wurde. Mittlerweile ist Titan ein gängiges Material, um beispielsweise auch Hüft- oder Kniegelenke zu Ersetzen. 

Zahnimplantate aus Titan

Der Einsatz von Titanimplantaten in der Zahnmedizin konnte dementsprechend auch positive Erfahrungen verzeichnen. Es hat sich gezeigt, dass der Körper ein Zahnimplantat aus Titan als Teil des Körpers annimmt und der Kieferknochen direkt am Implantat anwächst. Um die Haltbarkeit von Implantaten noch weiter zu steigern und die Verbindung mit dem Kieferknochen zu erleichtern, werden Titanimplantate vor dem Einsetzen in den Kiefer angeraut. 

Bei Patienten, die unter dünnem Zahnfleisch leiden oder Schneidezähne durch Implantate ersetzen lassen möchten, besteht bei Titanimplantaten aufgrund ihrer dunklen Farbe die Gefahr, dass diese durchschimmern. Deutlich bessere ästhetische Ergebnisse liefern in solch einem Fall Implantate aus Keramik

Kann Unverträglichkeit gegen Titan bestehen?

Titan zeichnet sich durch seine verträglichen Eigenschaften aus. Eine Allergie gegen den Werkstoff ist nicht bekannt. Allerdings ist es möglich, dass das verwendete Titan durch Materialien wie Nickel, Zinn oder Zink in geringen Mengen verunreinigt ist. Diese Verunreinigung kann bei empfindlichen und zu Allergien neigenden Patienten zu einer Reaktion auf das Implantat führen, wobei es sich nicht um eine tatsächliche Titanunverträglichkeit handelt. Die Symptome sind in der Regel nur leicht ausgeprägt und lassen sich durch die Entnahme des Implantats beheben.

Patienten, bei denen eine Nickel-, Zinn- oder Zinkallergie bekannt ist, sollten sich diesbezüglich von ihrem Zahnarzt aufklären und über Alternativen wie Keramikimplantate informieren lassen.


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Wie wird ein Titanimplantat eingesetzt?

Um die Platzierung des Titanimplantats exakt zu ermitteln, wird im Vorfeld mittels digitaler Röntgenverfahren der Kiefer genauestens vermessen und eine sogenannte Bohrschablone erstellt. So kann der Zahnarzt sicherstellen, dass das Implantat an der richtigen Stelle eingesetzt wird und seine Funktion optimal erfüllt. Schon eine kleine Abweichung kann unangenehme Folgen haben.

Bei den zumeist zweiteiligen Titanimplantaten verwächst in der Einheilphase der Implantatkörper mit dem umliegenden Gewebe und ist nach einigen Monaten bereit für das Aufbauteil (Abutment). Auf dieses Abutment wird anschließend der sichtbare Zahnersatz aufgebracht.

Wie hoch sind die Kosten für Titanimplantate?

Möchten Sie die Höhe der Kosten für ein Titanimplantat wissen, handelt es sich selbstverständlich nicht nur um die reinen Materialkosten. Neben den Kosten für die eigentliche Behandlung, also dem Honorar des Behandlers, müssen auch die Kosten für eine Betäubung, Materialien sowie Vor- und Nachsorgebehandlungen beachtet werden. Die Kosten für ein Implantat aus Titan lassen sich daher zwischen 1400 Euro und 3000 Euro einordnen und sind etwas günstiger als Zahnimplantate aus Keramik.

Werden Titanimplantate von der Krankenkasse bezahlt?

Die gesetzliche Krankenkasse gewährt nur einen Festzuschuss zum sichtbaren Zahnersatz, also beispielsweise der Zahnkrone oder der Brücke. Das eigentliche Implantat wird nicht bezuschusst. Hierfür lohnt es sich, rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die auch Kosten für Zahnimplantate übernimmt.

Sind Sie privat krankenversichert, fragen Sie am besten bei Ihrer Versicherung nach, inwieweit diese Kosten für Titanimplantate bzw. generell Zahnimplantate übernimmt.

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Zuletzt aktualisiert am: 12.10.2021

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Peter Palatka
Peter Palatka über:

Titanimplantate

Zahnimplantate sind üblicherweise aus Titat (aber öfter auch aus Keramik). In der Experten-Sprechstunde "Titanimplantate" beantwortet Peter Palatka, Zahnarzt aus Reutlingen, Fragen von Patienten zum Thema Titanimplantate und auch eventueller Titanunverträglichkeit.

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