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Zahnimplantate - Titanallergie und Titanunverträglichkeit

Inhaltsverzeichnis

» Weshalb reagieren manche Menschen auf Titan?
» Titan-Allergie erkennen
» Was tun bei Titanunverträglichkeit?

 

Zahnimplantate werden in der modernen Implantologie aus dem biologisch verträglichen Metall Titan hergestellt. Zum Stichwort „Titanallergie“, auch als "Titanunverträglichkeit" bekannt, sei gesagt: Eine Allergie gegen Titan selbst ist bis heute nicht bekannt. Jedoch ist auch Reintitan mit geringen, aber für empfindliche Patienten relevanten Mengen von Nickel (ca. 100 ppm = 0,01 % bei Titan Grade 2) und Zinn (ca. 200 ppm = 0,02 % bei Titan Grade 2) verunreinigt.

Ein mit Nickel und Zinn verunreinigtes Implantat aus Titan kann, in den Kieferknochen eingebracht, bei Patienten mit einer entsprechenden Allergie sehr wohl zu allergischen Reaktionen führen.

Weshalb reagieren manche Patienten auf Titan?

Zahnimplantate werden chirurgisch durch den Zahnarzt bzw. Behandler in den Kieferknochen eingebracht. Dabei stehen das Implantat aus Titan und der umliegende Knochen in Wechselwirkung zueinander. Metall-Ionen, somit auch das enthaltene Nickel und Zinn, werden vom umgebenden Knochen und Gewebe aufgenommen. Dieses Verhalten nennt man Diffusion. Menschen mit einer Unverträglichkeit gegen diese Stoffe, können dadurch gesundheitliche Beschwerden aufweisen.

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Titan - Allergie erkennen

Um eine Titanunverträglichkeit ausschließen zu können, kann ein LTT (Lymphozytentransformationstest) durchgeführt werden. Mittels Blutentnahme wird die Reaktion der weißen Blutkörperchen nach Kontakt mit dem zu testenden Allergen gemessen. Möchten Sie als Patient schon vor dem Einsetzen von Implantaten sicher gehen, dass Sie diesbezüglich keine Probleme haben werden, können Sie einen solchen Test in Anspruch nehmen. Dieser Test wird in der Regel jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen, weshalb Sie mit Kosten von ca. 100 Euro rechnen müssen.

Was tun bei Titanunverträglichkeit?

Der Austausch von Metall-Ionen kann mit einer Keramik-Oberfläche, die das Zahnimplantat versiegelt, unterbunden werden. Diese werden auch Anti-Allergie-Zahnimplantate genannt und es gibt sie schon seit vielen Jahren. Die Keramik-Oberfläche hilft dabei, die für Allergiker schädliche Diffusion von Nickel und Zinn zu unterbinden. Außerdem gibt es bereits seit einiger Zeit Zahnimplantate aus Keramik.

Diese sind aus Zirkonoxid gefertigt und zeichnen sich durch ihre weiße Farbe aus, wodurch ein besonders ästhetisches Ergebnis, vor allem im Frontzahnbereich, erzielt werden kann.

Was tun bei ersten allergischen Reaktionen?

Sollten Sie nach dem Einsetzen der Implantate neu auftretende Symptome erkennen, die auf Allergien hinweisen, wenden Sie sich zeitnah an Ihren Zahnarzt. Sollte es sich tatsächlich um eine Reaktion auf verwendete Titan-Implantate handeln, wird die Behandlung aus der Entfernung der Implantate bestehen und ggf. die Neu-Implantation von Implantaten aus Keramik erfolgen. In einem Gespräch zwischen dem Patienten und seinem Zahnarzt sollten auch alternative Möglichkeiten für Zahnersatz besprochen werden. Denn nicht nur Keramikimplantate, sondern beispielsweise auch Brücken könnten im Falle einer Allergie eine Lösung für Zahnersatz sein.

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Zuletzt aktualisiert am: 12.10.2021

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