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Zahnimplantate für Raucher
Ein höheres Risiko für Komplikationen

Rauchen stellt einen erhöhten Risikofaktor für alle zahnärztlichen Behandlungen dar. Es hat nicht nur Auswirkungen auf Herz, Blutgefäße und Lunge, sondern auch auf Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen.

Inhaltsverzeichnis

» Mögliche Komplikationen?
» Welche Alternativen bieten sich?

Welche Komplikationen können bei Rauchern auftreten?

Wundheilung

Die Schadstoffe einer Zigarette verengen die Blutgefäße und verschlechtern so die Blutversorgung im Zahnfleisch, wodurch es nach einer Implantation zu einer erschwerten Wundheilung und Einheilung des Zahnimplantats am Knochen kommen kann.

Es sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei der Zahnimplantation um eine Operation handelt, bei der – zumindest bei der klassischen Operationsmethode – das Zahnfleisch aufgeschnitten wird. Anschließend wird ein Gewinde in den Knochen gedreht, was in der Einheilzeit mit dem Knochen verwächst. Bei Rauchern kann diese Einheil- und Wundheilungszeit stark verlängert sein.

Knochenstabilität

Nicht nur die Einheilung des Implantats in den Knochen kann bei Rauchern erschwert sein, sondern auch die Knochenqualität an sich ist in der Regel schlechter als bei Nichtrauchern. Da ein stabiler Kieferknochen jedoch die Grundlage für die Verankerung von Zahnimplantaten bildet, ist hier im Zweifel im Vorfeld ein Knochenaufbau nötig. Das Risiko für Komplikationen ist hierbei wiederum bei Rauchern stark erhöht.

Verlustrisiko

Zahnimplantate für Raucher sind grundsätzlich möglich, doch auch nach Einheilung des Zahnimplantates bleiben Raucher weiterhin Patienten mit erhöhtem Risiko. Sie sind deutlich anfälliger für eine Periimplantitis, eine Entzündung des Gewebes um das Zahnimplantat herum. Kann diese Entzündung nicht frühzeitig gestoppt werden, so ist sogar der Verlust des Zahnimplantats möglich.

Einer Studie zufolge verlieren Raucher innerhalb von 5 Jahren nach einer Implantation doppelt so viele Zahnimplantate wie Nichtraucher.

Welche Lösungsmöglichkeiten/Alternativen bestehen?

Rauchentwöhnung

Spezialisten der Implantologie empfehlen Rauchern dringend, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn dies hat sowohl positiven Einfluss auf eine erfolgreiche und zügige Einheilung des Implantats als auch auf den langfristigen Implantaterhalt.

Auch für die Gesundheit der noch vorhandenen natürlichen Zähne ist eine Rauchentwöhnung von Vorteil. So erkranken die Zähne von Rauchern deutlich öfter an Karies, es bildet sich mehr Zahnbelag als bei Nichtrauchern und es kommt zu stärkeren Zahnverfärbungen.

Anderer Zahnersatz

Wenn Sie als Raucher die Risiken einer Implantation vermeiden möchten, bietet sich alternativ der klassische Zahnersatz wie Brücken, Teil- oder Vollprothesen. Für jede Gebisssituation gibt es auch ohne den Einsatz von Zahnimplantaten eine passende Art von Zahnersatz. Allerdings kommt das Zahnimplantat dem natürlichen Zahn am nächsten und bietet ohne Zweifel die beste Stabilität und den besten Kaukomfort.

Wenn Sie als Raucher an einem Zahnimplantat interessiert sind, sprechen Sie am besten mit Ihrem Zahnarzt. Dieser wird Ihnen die Vor- und Nachteile sowie die Besonderheiten gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern.

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Zuletzt aktualisiert am: 25.03.2022
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Dr. med. dent. Thorsten Pletz über:

Zahnimplantate für Parodontitis- und Risikopatienten

Thorsten Pletz
Dr. med. dent. Thorsten Pletz über:

Zahnimplantate für Parodontitis- und Risikopatienten

Welche Patienten haben bei Implantaten besondere Risiken (wie Rauchen)? Welche Erkrankungen sind noch Kontraindikationen? In der Experten-Sprechstunde "Zahnimplantate für Parodontitis- und Risikopatienten" beantwortet unser Experte, Dr. med. dent. Thorsten Pletz, Zahnarzt aus Krefeld (Uerdingen), Fragen von Patienten.

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