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Zahnimplantate:Arztsuche

Zahnimplantate - Titanallergie und Titanunverträglichkeit

Zahnimplantate werden in der modernen Implantologie aus dem biologisch verträglichen Metall Titan hergestellt. Zum Stichwort „Titanallergie“, auch als "Titanunverträglichkeit" bekannt, sei gesagt: Eine Allergie gegen Titan selbst ist bis heute nicht bekannt. Jedoch ist auch Reintitan mit geringen, aber für empfindliche Patienten relevanten Mengen Nickel  (ca. 100 ppm = 0,01 % bei Titan Grade 2) und Zinn (ca. 200 ppm = 0,02 % bei Titan Grade 2) verunreinigt.

Ein mit Nickel und Zinn verunreinigtes Implantat aus Titan kann, in den Kieferknochen eingebracht, bei Patienten mit Allergie gegen Nickel und/oder Zinn sehr wohl zu allergischen Reaktionen führen.

Keramikimplantate

Keramikimplantate

In der Experten-Sprechstunde "Keramikimplantate" beantwortet Dr. Oliver Adolphs, Zahnarzt aus Köln, Fragen von Patienten. mehr...

Zum Profil von Dr. Oliver Adolphs / Patienten-Empfehlungen

 

Zahnimplantate werden chirurgisch in den Kieferknochen eingebracht. Dabei stehen das Implantat aus Titan und der umliegende Knochen in Wechselwirkung zueinander. Metall-Ionen, somit auch das enthaltene Nickel und Zinn, werden vom umgebenden Knochen aufgenommen. Dieses Verhalten nennt man Diffusion.

Ansicht einer Diffusion mit und ohne Schutzschicht

Metallionen (Nickel, Zinn) diffundieren in den lebenden Knochen
Diffusion bei Zahnimplantaten
Keramik ist eine Diffusions-Barriere
Diffusionsbarriere (Schutzschicht) bei Zahnimplantaten

Titan - Allergie erkennen

Um eine Titanunverträglichkeit ausschließen zu können, kann ein LTT (Lymphozytentransformationstest) durchgeführt werden. Mittels Blutentnahme wird die Reaktion der weißen Blutkörperchen nach Kontakt mit dem zu testenden Allergen gemessen.

Expertensprechstunde: Verträglichkeit von Zahnimplantaten

In der Expertensprechstunde "Verträglichkeit von Zahnimplantaten" beantwortet unser Spezialist Fragen von Patienten.

> zur Expertensprechstunde

Was tun gegen Titanunverträglichkeit

Dieser Austausch von Metall-Ionen kann mit einer Keramik-Oberfläche, die das Zahnimplantat versiegelt, unterbunden werden. Diese werden auch Anti-Allergie-Zahnimplantate genannt und es gibt sie schon seit vielen Jahren. Die Keramik-Oberfläche hilft dabei, die für Allergiker schädliche Diffusion von Nickel und Zinn zu unterbinden. Außerdem gibt es bereits seit einiger Zeit Zahnimplantate aus Keramik.

Diese sind aus Zirkonoxid gefertigt und zeichnen sich durch ihre weiße Farbe aus, wodurch ein besonders ästhetisches Ergebnis, vor allem im Frontzahnbereich, erzielt werden kann.

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