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Experten-Sprechstunde

Sofort belastbare Zahnimplantate

Prof. Dr. Dr. Dr. Florian Draenert

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet Prof. Dr. Dr. Dr. Florian Draenert, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg aus München (Altstadt), Fragen von Patienten zum Thema: Sofort belastbare Zahnimplantate

Man unterscheidet grundsätzlich sofortbelastete Implantate von Sofortimplantaten.

Unter sofortbelasteten Implantaten versteht man gesetzte Implantate, die unmittelbar nach Insertion mit einem Zahnersatz versorgt werden.

Unter Sofortimplantaten versteht man dentale Implantate, die unmittelbar nach einer Zahnentfernung in den Kiefer eingesetzt werden. Aufgrund Ihres Aufbaus sind sie darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Primärstabilität nach dem Einsetzen – der Insertion – aufzuweisen. Hierbei handelt es sich um eine Stabilität, die hauptsächlich durch den Gewindeaufbau des Implantates erzielt wird.

Im Laufe der ersten Wochen nach dem Einsetzen wird diese primäre Stabilität durch das „Verwachsen“ des Implantates mit dem Knochen ersetzt. Ist dann die primäre Stabilität bereits so hoch, dass das Implantat direkt belastet werden kann, spricht man als Unterscheid zu einem Sofortimplantat von einer Sofortbelastung eines Implantates.

Der Unterschied zu herkömmlichen Implantaten besteht darin, dass man Sofortimplantate direkt mit einem Provisorium versehen oder in einen bestehenden Zahnersatz, wie z. B. einer Prothese, integrieren kann.

Auf diese Art und Weise spart man sich die „Einheilzeit“, in der man bisher die Implantate im Kiefer hat einwachsen lassen und durch eine Folge-Operation im späteren Verlauf freilegen musste.

Damit ein eingesetztes Implantat belastet werden kann, muss es eine gewisse Stabilität im Kieferknochen aufweisen.

Dies geschieht entweder durch den Faktor „Zeit“, in der das Implantat mit dem Knochen verwächst oder bereits durch ein Implantatdesign, dass eine hohe Primärstabilität direkt nach dem Einsetzen des Implantates gewährleistet.

Wichtig ist in jedem Fall, dass es nicht zu Bewegungen des Implantates im Knochen kommt, da dieses sonst nicht verwachsen bzw. einheilen kann.

Sofortimplantate sind für Indikation geeignet, in denen nach der Zahnentfernung ein entzündungsfreier Knochen vorliegt. Eine hohe primäre Stabilität ist dann dem Implantat und dessen Einheilchancen nur dienlich. Sofortbelastete Implantate sind indiziert, wenn gewährleistet ist, daß es während der Einheilzeit zu keiner Mikrobewegung des Implantates kommt.

Jedoch gibt es implantologische Ausgangsbefunde, in denen es keinen Sinn macht, diese Implantate zu verwenden, da ggf. weitere operative Maßnahmen in der Implantat-OP eine direkte Belastung der Implantate verhindern.

So kommt es zum Beispiel häufig vor, dass ein Knochenaufbau vorgenommen wird und die Implantate nicht nur im Knochen, sondern auch in dem ebenfalls gerade verwendeten Knochenersatzmaterial Halt finden sollen. In diesen Fällen braucht der Körper die Einheilzeit und es können herkömmliche Implantate verwendet werden.

Die Vorteile der Verwendung von Sofortimplantaten liegen auf der Hand. Wenn die Ausgangssituation es hergibt, können Sie als Patient das gerade erst gesetzte Implantat sofort „verwenden“, das heißt, Sie können direkt mit einer provisorischen Krone o.ä. die Praxis verlassen.                             

Auch im Falle eines unfallbedingten Zahnverlustes kann in vielen Fällen auf Sofortimplantate zurückgegriffen werden. Wurzelreste werden entfernt und das Implantat wird direkt anstelle der natürlichen Zahnwurzel gesetzt. Ist dieses nun fest genug, kann es sofort nach der OP mit einem Aufbau versehen werden, so dass die Zahnreihe wieder geschlossen ist.

Die reinen Materialkosten für Sofortimplantate nähern sich immer mehr denen der herkömmlichen Implantate.

Es ist weiterhin so, dass im Falle einer direkten Belastungsmöglichkeit der Implantate Ihnen nicht nur die Zeit für die „Freilegungs-OP“, sondern auch die Kosten hierfür erspart werden.

In der Addition ist für Sie als Patient die Versorgung mit Sofortimplantaten in der Regel also sogar günstiger als die herkömmliche Versorgungsform.

Allerdings ist – wie immer in der Medizin und Zahnmedizin – jeder Patient, jede Ausgangssituation und jeder Behandlungsweg individuell zu betrachten. Lassen Sie sich doch einfach beim Zahnarzt Ihres Vertrauens in aller Ausführlichkeit zu diesem Thema beraten.

Die Krankenkassen unterscheiden nicht zwischen herkömmlichen und Sofortimplantaten. Daher ist eine Kostenübernahme – wie bisher – von der Art Ihrer Absicherung, sowie dem Ausgangsbefund abhängig.

Lassen Sie sich am einfachsten einen Heil- und Kostenplan erstellen, den Sie Ihrer Krankenkasse vorstellen und gehen Sie mit dem Ergebnis zu Ihrem Behandler zurück. Dieser kann Ihnen detailliert alles erklären und wird Sie dementsprechend beraten.

Aus meiner Sicht ist die Entwicklung von Sofortimplantaten nahezu als „segensreich“ zu bezeichnen. In meiner Praxis verwenden wir diese mehr und mehr.

Wenn man in der Verwendung geübt ist, kann man den Patienten als Zahnarzt nicht nur viel Zeit und Geld ersparen, sondern in sehr vielen Fällen die Lebensqualität im Alltag spürbar erhöhen.

War es noch vor wenigen Jahren „normal“, dass man durch eine implantologische Behandlung 6, 9 oder 12 Monate im Alltag – beim Sprechen, Essen, Aussehen – beeinträchtigt war, ist dieses nun in vielen Fällen Geschichte.

Die Implantologie wurde hierdurch „alltgstauglicher“. Jedoch ist es dafür umso wichtiger, einen Anwender aufzusuchen, der in der Verwendung gerade dieser speziellen Technik erfahren ist und sich hierauf spezialisiert hat.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.zahnimplantate-arztsuche.de

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020

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