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Zahnimplantate:Arztsuche

Allgemeinmedizinische Gründe (Herdsanierung)

Nicht selten kann es vorkommen, dass der sogenannte Zahnherd für gesundheitliche Störungen und Symptome verantwortlich ist, die nicht auf den eigentlichen Auslöser der Erkrankung schließen lassen, da sie an anderen Stellen des Körpers auftreten. Dieses bakterielle Streuvermögen des Zahnherdes stellt für verschiedene Erkrankungen des Körpers eine nicht berechenbare Gefahr dar. Aus diesem Grund kann eine Zahnentfernung oft die einzige Lösung zur Beschwerdelinderung und Risikominimierung sein.

Das heißt, das Risiko einer bestimmten Grunderkrankung wird durch einen entzündeten Zahn und sein potenzielles Streuvermögen erhöht, sodass eine Beseitigung dieses Zahnherds als die sinnvollste Alternative zu erachten ist. Man spricht auch von allgemeinmedizinischen Gründen, die so für eine Zahnentfernung verantwortlich sind. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Herzoperation
  • Transplantationen
  • Bestrahlungen
  • Chemotherapie

Dieser Herdbeseitigung können auch Zähne zum Opfer fallen, die zahnmedizinisch behandelbar gewesen wären. Bei einer Parodontitis oder Wurzelentzündung ist nicht zwangsläufig eine Zahnentfernung notwendig. Auch bereits bestehende Zahnimplantate stellen im Normalfall kein besonderes Risiko als Zahnherd dar. Für eine etwaige Implantation allerdings ist eine präzise Risiko- und Nutzenabwägung sinnvoll.

Nur mit Hinblick auf das Ausmaß der Grunderkrankung kann der tatsächliche Nutzen für die Zahnentfernung und somit das Zahnimplantat beurteilt werden. Solange der Zahnherd nicht erkannt wurde, ist von einer Sofortimplantation abzuraten. Erst nach einer erfolgreichen Herdsanierung sollte eine Versorgung mit Zahnimplantaten in Betracht gezogen werden. Im Rahmen von ca. 2 bis 4 Monaten nach der Ausheilung ist eine Spätimplantation erfolgreich.

Was versteht man unter einer Herdsanierung?

Die Wechselwirkungen zwischen dem Auslöser und dem Symptom sind für viele Behandler nicht unmittelbar zu erkennen. Ziel der Behandlung ist es die systematischen Wechselbeziehungen zu erkennen und eine Herdsanierung einzuleiten. Darunter versteht man die angemessene Beseitigung der Entzündungsursache. Oft kann eine Parodontitisbehandlung oder Wurzelbehandlung allein die Entzündung nicht heilen. Aus diesem Grund gilt die Entfernung des Zahns als sicherste Methode.

Soll allerdings der Zahn unbedingt erhalten werden, müssen andere Maßnahmen ergriffen werden. Hierfür kommen die Entfernung der vorhandenen alten, unvollständigen Wurzelfüllungen mit anschließender Versiegelung des Kanals sowie eine Sanierung mittels Wurzelspitzenresektion in Frage. Bei letzterem wird der Entzündungsherd im Kieferknochen samt der Wurzelspitze entfernt.

Mögliche Anzeichen für einen bestehenden Zahnherd können sein:

  • Wurzeltote Zähne (Zähne mit Wurzelfüllung)
  • Abgeschlagenheit
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Gleichzeitige Schmerzen von Zähnen und Organen
  • Chronische Krankheiten

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