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Zahnimplantate:Arztsuche

Periimplantitis

Eine Periimplantitis ist eine Entzündung, die das Gewebe um das Zahnimplantat herum betrifft und mit dem Abbau von Kieferknochen einhergeht. Unbehandelt führt eine Periimplantitis unweigerlich zum Verlust des Zahnimplantats.

Eine Periimplantitis ist zum Teil mit einer Parodontitis vergleichbar, bei der ebenfalls bestimmte Bakterien zum Knochenabbau führen. Wie am natürlichen Zahn lagern sich auch an Zahnimplantaten und implantatgetragenem Zahnersatz Beläge an.

Werden diese Beläge nicht regelmäßig gründlich entfernt, so kann es zu einer Entzündung der Schleimhaut über dem Zahnimplantat, einer periimplantären Mukositis, kommen. Diese Entzündung ist in etwa mit einer Gingivitis, einer Zahnfleischentzündung, gleichzusetzen. Sie kann jedoch durch die Beseitigung der verursachenden Beläge in der Regel wieder komplikationslos ausheilen.
Setzen sich die Beläge jedoch fest, greift die Entzündung den Kieferknochen an, es kommt zum Knochenabbau.

Zahnimplantate - Periimplantitis

Zahnimplantate - Periimplantitis

In der Experten-Sprechstunde "Zahnimplantate - Periimplantitis" beantwortet Dr. Sven Glindemann, Fragen von Patienten, zur Entstehung, Behandlung sowie Therapie von Periimplantitis. mehr...

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Der abgebaute Knochen kann nicht wieder regenerieren und ist unwiderruflich verloren. Im schlimmsten Fall wird so viel Knochen abgebaut, dass es zum Verlust des Zahnimplantats kommt.

Folgende Faktoren können eine Periimplantitis begünstigen:

  • Diabetes
  • Rauchen
  • unbehandelte Parodontitis
  • unregelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt
  • unzureichende Mundhygiene
  • mangelhaftes Einheilen des Zahnimplantates

Eine Periimplantitis äußert sich zunächst durch leichte Schmerzen beim Berühren des Zahnfleisches am Implantatrand, Schmerzen am Zahnimplantat sowie  rotes und geschwollenes Zahnfleisch.  Eine bereits fortgeschrittene Periimplantitis hingegen weist zudem weitere Symptome, wie zurückweichendes Zahnfleisch  oder die Lockerung der Zahnimplantate, auf.

Achtung: Sollte Ihr Implantat schmerzen, suchen Sie bitte sofort einen Spezialisten für Periimplantitis auf.

Aufgrund dessen ist eine Untersuchung des Parodontalzustands vor einer Implantation zwingend notwendig, um die Ausbreitung einer eventuell bestehenden Parodontitis auf ein geplantes Zahnimplantat zu vermeiden und Zahnimplantate-Risiken zu mindern. Dies ist mit Hilfe eines speziellen Markertest in der Zahnarztpraxis oder z. B. mit dem PerioSafe® Home Test möglich.

Periimplantitis-Früherkennung – jetzt Arzt finden

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Periimplantitis Markertest beim Zahnarzt – ImplantSafe®

Der Periimplantitis-Markertest beim Zahnarzt, der sogenannte ImplantSafe®, kann das Risiko von parodontalem Gewebeabbau nachweisen und versteckte orale Entzündungen sowie Knochenabbau identifizieren. Der Test verläuft absolut schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Der Zahnarzt nimmt mit einem Teststreifen direkt am Zahnimplantat eine Probe. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem Test um die Messung erhöhter Kollagenasen (aMMP-8), dies sind körpereigene Stoffe, die Gewebeabbau verursachen. Im Gegensatz zu einem Bakterientest, der lediglich zur Auswahl antibiotischer Medikamente dient, handelt es sich beim ImplantSafe® um einen Enzymtest.

Der Markertest wird innerhalb weniger Minuten vor Ort ausgewertet und gibt Ihnen Auskunft darüber, ob für Ihr Implantat das Risiko von Periimplantitis besteht.

Ablauf einer Periimplantitistherapie

Das oberste Ziel einer Periimplantitis-Behandlung ist die Beseitigung der bakteriellen Beläge, die die Entzündung verursachen. Je nach Ausmaß kommen demnach verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zum Tragen:

  • Eine periimplantäre Mukositis kann mit Hilfe spezieller Spüllösungen und einer professionellen Reinigung des Zahnimplantats beseitigt werden
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung eines Lasers. Mit einer Laserbehandlung können Zahnbeläge und Infektion schonend beseitigt werden
  • In einigen Fällen wird zusätzlich Antibiotika verschieben, dass zur Beseitigung der Infektion beiträgt

Liegt jedoch bereits eine Periimplantitis mit Knochenabbau vor, so ist ein zusätzlicher chirurgischer Eingriff notwendig, um die entstandenen Knochentaschen mit Knochenersatzmaterial aufzufüllen und das Zahnimplantat wieder fest mit dem Kieferknochen zu verankern.

Mit Hilfe der richtigen und vor allem gründlichen Mundhygiene kann die Entstehung von Zahnbelägen sowie die Anlagerung von Bakterien vermieden werden. In Kombination mit regelmäßigen professionellen Implantatreinigungen, dem Markertest und zahnärztlichen Kontrollen kann das Risiko von Periimplantitis gesenkt werden.

Spezialisten für Periimplantitis

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Periimplantitis vorbeugen mit Keramikimplantaten

Eine nicht zu unterschätzende Komplikation bei Zahnimplantaten ist eine sogenannte Periimplantitis, die unter bestimmten Umständen im Bereich des Implantates entstehen kann. Genauer gesagt, handelt es sich um eine Entzündung des Implantatbettes auf Grund von Keimen, die sich am Übergang zwischen Schleimhaut und Implantat sowie des Aufbaus ansiedeln können. Mögliche Spalten und Hohlräume innerhalb einer Implantatkonstruktion bilden einen idealen Nährboden für eine Periimplantitis. Hinzu kommt auch eine unzureichende Mundhygiene, die dies ebenfalls begünstigt. Im schlimmsten Fall kann eine Periimplantitis zum Verlust des Implantates führen.

Keramikimplantate

Keramikimplantate

In der Experten-Sprechstunde "Keramikimplantate" beantwortet Dr. Oliver Adolphs, Zahnarzt aus Köln, Fragen von Patienten. mehr...

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Eine gute Möglichkeit, einer Periimplantitis vorzubeugen, sind Keramikimplantate. Sie sind sehr stabil, langlebig und ein entscheidender Vorteil ist, dass sie in einem Stück gefertigt werden können. Das heißt, dass sie, anders als bei einer Titan-Keramik-Konstruktion, in einem „Guss“ gefertigt werden können und somit keine nennenswerten Hohlräume entstehen. Das Material lässt sich stabil im Kieferknochen verankern und kann mit dem sichtbaren Teil dem Restgebiss in Form und Farbe ganz natürlich angepasst werden. Ein weiterer Vorteil von Keramikimplantaten ist die Bioverträglichkeit. Andere Materialien, wie zum Beispiel Titan, werden von manchen Patienten, darunter vornehmlich Allergikern nicht oder nur schlecht vertragen. 

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