Ihr Patienten-Portal
für Zahnimplantate

Zahnimplantate:Arztsuche

Verträgliche Bio-Zahnimplantate

Expertensprechstunde

Der Zahnarzt Dr. Harold Eymer aus Hamburg beantwortet im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen zum Thema: Bio-Zahnimplantate.

Experten-Profil von Dr. Harold Eymer


Spezialisten für Bio-Zahnimplantate in Ihrer Nähe

In unserer Arztsuche finden Sie Spezialisten für Bio-Zahnimplantate in Ihrer Nähe.

> Spezialisten für Bio-Zahnimplantate

Was zeichnet Bio-Zahnimplantate aus?

Der Begriff "Bio-Zahnimplantate" ist in den letzten Jahren entstanden und bezeichnet zunächst einmal die Zahnimplantate, bei denen kein metallischer Kontakt zum umgebenden Körpergewebe erfolgt. Die grundsätzliche Idee: Bei jedem Kontakt zwischen einem Metall und dem umgebenden Gewebe besteht potenziell die Gefahr, dass unerwünschte Metallionen in den menschlichen Körper hinein gelangen können.

Verbergen sich hinter dem Begriff Bio-Zahnimplantate also Keramikimplantate?

Nicht unbedingt. Vor etwa zehn Jahren sind reine Keramikimplantate, die im Wesentlichen aus Zirkoniumoxid bestehen,  auf den Markt gekommen. Aus fertigungstechnischen Gründen waren diese Implantate einteilig. Dies bedeutete einen schwierigeres Handling beim Einsetzen der Implantate. Zudem mussten viele – auch erfahrene – Implantologen feststellen, dass die primäre Einheilquote dieser Implantate deutlich unter der primären Einheilquote von Titanimplantaten lag. Deshalb griff man auf bewährte und neue Beschichtungstechniken zurück, um den Metall/Körper-Kontakt zu vermeiden. 

Durchgesetzt haben sich titanoxid-beschichtete Zahnimplantate, wobei die keramische Titanoxid-Schicht als Diffusionsbarriere wirkt. Patienten, die zu allergischen Reaktionen neigen, sollten wissen, dass auch in Reintitan geringe Mengen an unerwünschten Elementen, wie beispielsweise Zinn und Nickel sind. Das Hineindiffundieren in das Knochengewebe wird dann durch die keramische Titanoxid-Schicht verhindert.

Gibt es eine Titan-Allergie?

Allergische Reaktionen gegen Titan sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht bekannt. Immer dann, wenn Patienten von einer so genannten Titan-Allergie sprechen, handelt es sich vermutlich um allergische Reaktionen gegen Begleitelemente des Implantat-Werkstoffs Titan.

Kann man vorher testen, ob man Titanimplantate verträgt?

Glücklicherweise ja. Dies erfolgt durch den so genannten Lymphozyten-Transformations-Test (LTT). Dazu erfolgt eine Blutabnahme des Patienten in der Praxis und das Verschicken der Blutprobe an ein spezialisiertes Labor. Dort wird geprüft, ob die im Blut enthaltenen Lymphozyten das Implantatmaterial vertragen. Ein solcher Test kostet ca. 150 €.

Was unterscheidet Bio-Zahnimplantate sonst noch von "Standard-Zahnimplantaten"?

Der Implantat-Körper ist nur der Anker, der eine innige Verbindung mit dem Kieferknochen eingeht. Auf diesen Anker kommt ein so genannter Implantataufbau, auf dem die Zahnkrone befestigt wird. Auch dieser Implantataufbau ist normalerweise aus Titan gefertigt. Nun ist bedauerlicherweise die Mundhöhle dicht mit Bakterien besiedelt. Bei Bio-Zahnimplantaten wird dieser Implantataufbau mit einer sehr harten Keramik, beispielsweise Zirkonnitrid, beschichtet. 

Diese Beschichtung hat drei positive Effekte: 

  1. Die Mundschleimhaut heftet gut am Implantataufbau an. 
  2. Durch die Keramik-Beschichtung wird die Plaque-Akkumulation deutlich reduziert.
  3. Die harte Keramik-Beschichtung verhindert das Entstehen von Riefen und Kratzern beim Reinigen des implantatgetragenen Zahnersatzes in der Zahnarztpraxis. Diese Riefen und Kratzer sind Orte für die Plaque-Akkumulation.  

In Summe kann man sagen, dass diese drei Eigenschaften dazu beitragen, dass das Besiedeln des Implantataufbaus mit schädlichen Bakterien weitestgehend unterbunden und damit eine so genannte Periimplantitis vermieden wird.

Was ist eine Periimplantitis?

Periimplantitis ist eine Erkrankung analog der Parodontitis (Parodontose). Sie ist entzündlicher Natur und muss so rasch wie möglich behandelt werden, denn sonst droht der Verlust des Zahnimplantats. Schon aus diesem Grunde sollte eine Kontrolle des implantatgetragenen Zahnersatzes halbjährlich geschehen. 

Sie sehen, dass Bio-Zahnimplantate deshalb diesen Namen bekommen haben, weil sie aufgrund fortgeschrittener technischer Verfahren dem Patienten einen direkten Nutzen bieten. Dieser Nutzen besteht einerseits in der Vermeidung des Kontakts des Implantatmetalls zum Knochengewebe und andererseits in der Vermeidung der Plaque-Akkumulation und damit einer Periimplantitis.

Spezialisten für Bio-Zahnimplantate in Ihrer Nähe

In unserer Arztsuche finden Sie Spezialisten für Bio-Zahnimplantate in Ihrer Nähe.

> Spezialisten für Bio-Zahnimplantate

Mehr Informationen

Mehr Informationen zum Thema "Bio-Zahnimplantaten" oder unserem Experten, Dr. Harold Eymer aus Hamburg, finden Sie hier:

Experten-Profil von Dr. Harold Eymer

Zur Praxis-Homepage von Dr. Harold Eymer

Ihre Bewertung wurde hinzugefügt...

3.0 von 5 Sternen. 1 Bewertung(en). Zum Bewerten bitte auf den gewünschten Stern drücken.