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Zahnimplantate:Arztsuche

All-On-4® - Feste Zähne auf 4 Implantaten (an einem Tag)

Zahnersatz ohne Knochenaufbau

Innerhalb der Implantologie hat sich seit langem ein Konzept etabliert, das festsitzenden Zahnersatz (meist) in nur einer Sitzung ermöglicht. Das All-On-4®-Konzept setzt dabei vor allem auf eine hochwertige und zugleich kosteneffiziente und zeitsparende Lösung, um Patienten mit Zahnersatz zu versorgen.

Was ist All-On-4®?

Das Behandlungskonzept All-On-4® des Herstellers Nobel Biocare richtet sich an Patienten, die mehrere Zähne oder den vollständigen Zahnbogen ersetzen müssen oder bereits über eine Prothese verfügen. Es handelt sich dabei um ein speziell entwickeltes Implantatsystem, das einen festen Halt und hohen Tragekomfort für Zahnersatz bietet.

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Die Besonderheit des Verfahrens liegt – wie der Name schon sagt - darin, dass der gesamte Zahnbogen auf nur vier Zahnimplantaten befestigt wird. Dies ist zum einen der speziellen Form der Implantate geschuldet als auch ihrer Positionierung im Kiefer. Denn anders als klassische Zahnimplantate, die einzeln anstelle des verlorenen Zahns in den Kieferknochen eingesetzt werden, sieht das All-On-4-Konzept eine ganz bestimmte Anordnung und Neigung der vier Implantate vor.

Dabei liegt dem Verfahren das Ziel zu Grunde, das oftmals noch günstige Knochenangebot im zahnlosen Kiefer, vor allem im Bereich der Frontzähne, zu nutzen und so eine festsitzende Versorgung zu ermöglichen. Zwei der vier Implantate werden daher im hinteren Backenzahnbereich in einem 45°Grad-Winkel eingebracht, während die verbleibenden anderen beiden Implantate jeweils an die Stelle des zweiten Schneidezahns implantiert werden.

Diese schräge Implantation der hinteren Zahnimplantate stellte seiner Zeit ein Novum dar, das in der Zahnmedizin bislang als unmöglich angesehen wurde, und ebnete den Weg für eine sichere Einbringung von Zahnimplantaten im Oberkiefer und Unterkiefer ohne zwingend einen Knochenaufbau durchführen zu müssen. Selbstverständlich muss aber auch für eine Implantation nach dem All-On-4®-Konzept ausreichend Kieferknochen vorhanden sein.

In der Regel ist dies auch der Fall. Falls nicht, bietet die Implantologie unterschiedliche Verfahren zum Knochenaufbau und viele weitere Implantatsysteme (wie z.B. Zygoma-Implantate oder Mini-Implantate), sodass sich für jede individuelle Zahnsituation eine optimale Lösung finden lässt.

Wann kommt eine Versorgung nach dem All-On-4®-Prinzip in Frage?

Generell ist jeder Patient, der von einer teilweisen oder vollständigen Zahnlosigkeit betroffen ist, für eine All-On-4®-Versorgung geeignet. Wichtig ist dabei allerdings die Abwägung der Risiken und des Nutzens in der individuellen Situation. Der Restbestand der Zähne sollte daher entweder so gering oder nicht mehr erhaltungswürdig sein, sodass eine festsitzende Zahnversorgung auf lange Sicht die sinnvollere Alternative darstellt.

Das spezielle Implantatsystem von All-on4® ist besonders bei Patienten sinnvoll, die einen unbezahnten Kiefer haben. Das können Angstpatienten sein, die aufgrund ihrer Zahnarztangst Zähne verloren haben oder Patienten, die in Folge von Parodontitis oder aufgrund ihres Alters (Senioren) wenige oder keine gesunden/eigenen Zähne mehr haben.

Auch Prothesenträger können von diesem Behandlungsverfahren profitieren und einen festen Sitz der Prothese ermöglichen. Ferner kann auch bei Aplasie (Nichtanlage von Zähnen) die All-On-4®-Methode eingesetzt werden.

Behandlungsablauf mit All-On-4®-Implantaten

Wie jeder chirurgische Eingriff erfordert auch die Behandlung mit All-On-4® eine präzise Planung und Durchführung, damit jedes einzelne Zahnimplantat an seiner exakten Position sitzt. Nur auf diese Weise kann ein langanhaltendes Ergebnis gewährleistet werden. Die Behandlung nach dem All-On-4®-Konzept lässt sich in vier Schritte einteilen:

  1. Diagnostik und Implantatplanung
  2. Extraktion aller noch vorhandenen Zähne
  3. Implantation der All-On-4®-Zahnimplantate
  4. Sofortversorgung mit Zahnersatz

Diagnostik und Implantatplanung bei All-On-4®

Da die schräge Implantation der hinteren Zahnimplantate freihändig kaum möglich ist, wird der Zahnarzt bzw. Implantologe sowohl bei der Diagnostik als auch der Planung der gesamten Implantation von modernster Technik unterstützt. Mithilfe der digitalen Volumentomographie (DVT), einem dreidimensionalen Röntgenverfahren, wird zu Beginn der Kiefer geröntgt.

Auf Grundlage der gewonnenen Aufnahmen kann die aktuelle Zahnsituation sowie die spätere Einbringung der Implantate im Kiefer am Computer geplant werden, auch 3D-Implantatplanung genannt. Dabei ermöglicht das hochauflösende Bildgebungsverfahren die Analyse sowohl von Zähnen, Kieferknochen und umliegenden Blutgefäßen und Nervenverläufen und erlaubt eine exakte Bestimmung der vorhandenen Knochensubstanz, die Wahl der richtigen Implantatgröße sowie die funktionelle und ästhetische Anpassung der zukünftigen Zahnkronen an die Gesichtsstrukturen.

Basierend auf diesen Daten wird die virtuelle Planung 1:1 mittels einer hochpräzisen, dreidimensionalen Bohrschablone in die Realität umgesetzt. Diese Bohrschablone navigiert den Implantologen während des Eingriffs im Kiefer, in dem sie die genaue Position, Neigung und Durchmesser für das Implantat anzeigt. Man spricht daher auch von einer 3D-navigierten Implantation oder schablonengeführten Implantation.

Extraktion aller noch vorhanden Zähnen

Damit Zahnersatz mit All-On-4® überhaupt möglich ist, muss der Kiefer zahnlos sein. Nicht immer weisen Patienten bereits einen zahnlosen Kiefer auf, sodass die wenigen eigenen Zähne, die in der Regel nicht mehr erhaltungswürdig sind, entfernt werden müssen. Dies geschieht in der Regel unmittelbar vor der Implantation. Das heißt, die Entfernung der Restzähne findet im Rahmen der Implantation statt.

Implantation der All-On-4®-Implantate

Die schablonengeführte Implantation ist besonders komfortabel und schonend, da sie meist ganz ohne Schneiden und Nähen durchgeführt werden kann und Schwellungen sowie Schmerzen minimiert. Mittels der erstellten 3D-Bohrschablone werden während des Eingriffs zunächst die vier Bohrlöcher gesetzt, die später den Implantatkörper, also die künstliche Zahnwurzel, tragen und ihn fest im Kieferknochen umschließen.

Danach wird der Implantatkörper mit dem Implantataufbau (Abutment) verschraubt, der nun leicht aus dem Zahnfleisch herausragt. Der Implantataufbau dient dazu mit einem speziellen Befestigungsverfahren, das vergleichbar ist mit einem Druckknopfsystem, den Zahnersatz später fest und sicher zu halten. Anschließend wir die Sofortversorgung (ein festsitzendes Provisorium) jeweils an den vier Implantaten fest fixiert. In der Regel wird nach einigen Wochen das Provisorium durch die endgültige, festsitzende Brücke ersetzt.

Die gesamte Implantation sowie die Sofortversorgung mit provisorischem Zahnersatz lassen sich mit dem All-On-4®-Prinzip sicher und schnell planen und durchführen. Je nach Ausgangssituation ist die komplette Versorgung mit Zahnersatz in nur einer Sitzung möglich. Die gesamte Behandlungsdauer, angefangen bei der Diagnostik über die Einwachsphase bis hin zum endgültigen Anpassen des finalen Zahnersatzes kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

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Sofortversorgung mit Zahnersatz

Bei der Sofortversorgung handelt es sich um eine festsitzende, rein implantatgetragene Brücke aus Kunststoff. Sie dient als Provisorium, bis der finale Zahnersatz fertig gestellt ist und wird im Anschluss an die Implantation mittels einem speziellen Druckknopfverfahrens mit den gesetzten Zahnimplantaten verbunden und ist sofort belastbar. Der verwendete Kunststoff (Composite) lässt sich der natürlichen Zahnfarbe anpassen und bietet eine optimale Funktionalität.

Jedoch kann er bei einer langfristigen Versorgung bestimmte Nachteile aufweisen, weshalb für den finalen Zahnersatz häufig auf die Herstellung einer festsitzenden Brücke mit der CAD-CAM-Technologie (CEREC) zurückgegriffen wird. Sie erlaubt eine computergestützte und damit hochpräzise Herstellung von vollkeramischem Zahnersatz. Diese Art der Versorgung erfüllt neben der dauerhaften Stabilität auch höchste ästhetische Ansprüche.

Vorteile einer All-on-4®-Behandlung

  • stabil sitzender Zahnersatz
  • mehr Tragekomfort
  • bessere Aussprache
  • Planungssicherheit für Zahnarzt und Patient
  • Minimierung von Komplikationen
  • hohe Ästhetik
  • Sicherheit beim Essen und Sprechen
  • kein Herausnehmen zur Reinigung mehr nötig
  • keine schmerzhaften Druckstellen im Mund
  • Vorbeugung von Knochenabbau
  • attraktives Preis-Leistungsverhältnis
  • transparenter und leichter nachvollziehbarer Therapieplan
  • kürzere Behandlungsdauer und Einheilungszeit
  • flexible Behandlungsmöglichkeiten
  • wissenschaftlich bewährt und dokumentiert

Risiken bei All-On-4®

Wie bei allen Implantatbehandlungen sind Wundheilungsstörungen möglich. Ernsthafte Risiken gehen von einer All-On-4®-Behandlung nicht aus. Allerdings hängt der Langzeiterfolg der Therapie hauptsächlich von der Mundhygiene ab. Deshalb sind sorgfältige Zahnpflege sowie regelmäßige Verlaufskontrollen beim Zahnarzt – mindestens zweimal im Jahr – entscheidend. Nur durch kontinuierliche Individualprophylaxe kann Entzündungen wie z.B. Periimplantitis effektiv vorgebeugt werden.

Zudem gibt es zwei Risikogruppe für Implantate: Raucher und Diabetes-Patienten. Im Vergleich zu anderen implantologischen Eingriffen, haben Raucher mit dem All-On-4®-Prinzip ein niedrigeres Komplikationsrisiko. Dennoch sind die Voraussetzungen als Raucher für eine dauerhafte Haltbarkeit der Implantate nicht optimal. Eine regelmäßige Kontrolle und Vorsorge im Rahmen einer Implantatprophylaxe beim behandelnden Zahnarzt ist daher von besonderer Wichtigkeit, um Implantatverlust vorzubeugen.

Zahnimplantate bei Diabetes sind heute keine Seltenheit mehr. Ein gut eingestellter Diabetes und ein fortgeschrittenes Lebensalter muss nicht per se ein Risiko darstellen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hausarzt und dem Engagement sowie einer guten Mundhygiene des Patienten können die Risiken minimiert werden, so dass auch Diabetes-Patienten von den Vorteilen eines Implantats profitieren.

Auch bestimmte Medikamente wie z.B. Bisphosphonate, Herzerkrankungen oder schwere Störungen des Immunsystem können problematisch sein. In diesen Fällen sollte zuvor der behandelnde Hausarzt hinzugezogen werden. Im Falle einer vorrausgegangenen Strahlenbehandlung des Kiefers wird empfohlen mindestens 1 Jahr mit der Implantation zu warten.

Kosten einer All-On-4®-Behandlung

Generell setzen sich die Kosten für eine Implantatversorgung mit All-On-4® aus den zahnärztlichen und den zahntechnischen Leistungen zusammen. Ihre Höhe ist davon abhängig, wie die gesundheitliche Ausgangsituation und wie umfangreich die Behandlung ist. Im Falle einer All-On-4®-Behandlung sind daher zu berechnen:

  • zahnärztliches Honorar
  • Diagnostik und Implantatplanung mit einem DVT-Röntgen
  • All-On-4®-Implantate
  • Fertigung einer Sofortversorgung
  • Fertigung des finalen Zahnersatzes
  • Sonstiges Material

Bei der Kostengestaltung spielen auch die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Patienten eine tragende Rolle, denn wer sich beispielsweise für vollkeramischen Zahnersatz entscheidet oder Allergien aufweist und daher auf allergiefreie Keramikimplantate zurückgreift, muss mit höheren Kosten rechnen. Ob ein oder beide Kiefer therapiert werden müssen, schlägt sich ebenfalls in den Kosten nieder.

Die Gesamtkosten einer Standard-Implantatversorgung mit All-On-4® für einen zahnlosen Kiefer liegen bei etwa 8000€ bis 14.000€. Dies liegt vor allem an dem höheren Behandlungsaufwand aufgrund der 3D-Implantatplanung und dem aufwendigeren Zahnersatz. Dem gegenüber stehen allerdings die Kosteneinsparung für einen Knochenaufbau, beispielsweise mit einem Sinuslift, sowie die Minimierung operativer Risiken.

Zahnimplantate - All-on-4 ™

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In der Experten-Sprechstunde "All-on-4 ™" beantwortet unser Experte, Dr. Ralf Quirin aus Freiburg, Fragen von Patienten bezüglich der Befestigung einer (vorhandenen) Prothese mit vier Zahnimplantaten. mehr...

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